Wohn- und Bürogebäude (V)
Wohnen und künstlerisches Arbeiten an einem Standort sind das Hauptthema dieses Gebäudes.
Das langgestreckte eingeschossige Gebäude mit seinem atriumförmigen Einschnitt ist die Antwort auf den Wunsch nach strikter funktionaler Trennung des Wohn- und Atelierteiles, sowie nach Intimität und Besonnung im privaten Freibereich.
Die vom Erdreich abgehobene schalenförmige Hülle des Gebäudes macht in ihrer Bearbeitung keinen Unterschied zwischen Wand, Dach und Boden; sie umfängt das Volumen, grenzt nach Osten hin ab und bietet die Möglichkeit der Öffnung nach Westen und Süden hin.
Langgestreckte Horizontalschlitze im Ostteil der Schale wechseln mit der an der gegenüberliegenden Gebäudeseite durchlaufenden Glaswand; diese beschließt auch die atriumseitige Seite des Wohnbereiches.
Aus dem Zusammenführen dieser diametralen Licht- und Ausblicksmöglichkeiten mit der Grundrissdisposition und der Charakteristik der schalenförmigen Hülle entstehen Innenräume mit vielschichtigen Ausdruckswerten. Ein Teil hievon wird dazu genützt die Raumgrößen - das gebaute Volumen - zu minimieren und den raumerweiterernden Effekt, der durch Einbeziehung der Sichtweite in die Umgebung gegeben ist, zu nützen.