EKZ Cyta Völs (T)
Das Einkaufszentrum CYTA - Völs wurde 1993 eröffnet. Es verfügt über drei Verkaufsebenen in deren Zentrum ein, über alle Geschosse durchgehender Kuppelraum als attraktives und lichtdurchflutetes Highligt situiert ist. Um für die weitere Akquisition von Handelsbetrieben mit Magnetfunktion gerüstet zu sein war im Jahr 1996 die Ausstattung des Gebäudes mit leistungsfähigen und komfortablen mechanischen Aufstiegseinrichtungen für die Kunden erforderlich.
Im Hinblick auf den Lebensmittelgroßmarkt in der untersten der drei Verkaufsebenen und dessen Anbindung an alle vier Geschosse des angrenzenden Parkhauses, wurde von Architekt Bügelmayer die Ausführung einer für Einkaufswagen geeigneten Fahrsteiganlage von Schindler über alle Ebenen des Einkaufszentrums gewählt. Bei laufendem Geschäftsbetrieb wurde in nur dreimonatiger Bauzeit der Einbau der vier Fahrsteiganlagen und der Örtlichen Bauaufsicht von Delta-Baumanagement "durchgezogen".
Stählerne Bogenskulptur als Tragwerk
Architekt Bügelmayer nahm funktionale und bautechnische Gegebenheiten des bestehenden Einkaufszentrums zum Anlaß für seine Gestaltung. Die Fahrsteige führen im zentralen Kuppelraum aus der untersten Verkaufsebene gleichsam über das bestehende Wasserbecken in der Höhe. Das konstruktiv erforderliche Tragwerk für die vier, jeweils vier Tonnen schweren Fahrsteige wurde in Form einer lastabtragenden parabolisch ansteigenden "Stahlschlaufe" ausgeführt. Ein dreigeschoßhoher - Schrägstab und horizontale Querwellen als Teile dieser stählernen Bogenskulptur bilden die unmittelbaren Auflager der niroummantelten Fahrsteige.
Die formale Idee fußt auf einer bewussten Abkehr von einem Tragwerk mit ausschließlich von techno-Ästhetik bestimmtem Ausdruck. Dynamik der Form als Analogie zur Dynamik der Fortbewegung auf den Rollsteigen; Visualisierung des Steigens und Sinkens, des Entmaterialisierens zum Licht der Glaskuppel hin und des Materialisierens zur (Erd-) Masse des eingegrabenen Tiefgeschosses hin.
Die Mantelflächen des Parabol-Kastenträgerquerschnittes als lichtreflektierende, lichtführende Medien aus der Höhe der Kuppel in die Tiefe des Untergeschosses; die Mantelflächen des sich verjüngenden Parabolträgers als Gleitflächen und Leitflächen für die Augen der Betrachter zum Licht nach oben und zur Tiefe des Wassers nach unten.
Schlussendlich auch persönliche Lust an der Schaffung von Emotionalem, Irrationalem, obwohl doch ursächlich technisch - Notwendigem. Thematik der Bezüge Licht, Wasser, Tiefe, Höhe, Raumvolumen.