Rechtsanwaltskanzlei Dr. Mayrhofer - Dr. Plankel D

Die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Mayrhofer - Dr. Plankel befindet sich im 3. Stock des Raiffeisengebäudes in Dornbirn. Das Gebäude ist ein Skelettbau mit innenliegenden durch alle Geschosse führenden quadratischen Stützen. Entlang der Außenwände liegen in jedem Geschoss durchlaufende Fensterbänder. Im Kanzleibereich wurden alle Zwischenwände entfernt, sodass ein über Eck belichteter Grußraum entstand, in dem die nunmehr freistehenden Stützen mit ihrem Rasterabstand als einziges räumliches Element gliedernd und ordnend wirksam wurden. Zwischen diese freistehenden Stützen wurden 3 geschlossene Räume unter verschiedenen Winkeln zueinander eingeschoben. Sie werden Elemente der Wegführung und weiteren Gliederung des Großraumes.

Offenheit und Verschlossenheit als Gestaltungsprinzip gegeneinander gestellt.
Offen für den Blick des Besuchers ist der Sekretariatsbereich mit dem eleganten Aktenschrank als visuelles Stimmungselement, vergleichbar der Magie von alten Apothekerschränken, Bibliothek und Wartebereiche.
Verschlossen, schalldicht abgeschottet zum Großraum sind die Büros der Anwälte, Orte der höchsten Vertraulichkeit.

Form- und Farbgebung unterstreichen dieses Konzept, das die Professionalität und Schlagkraft des Unternehmens durch Sichtbarmachung der modernen Computer - und Kommunikationstechnik bewusst hervorhebt, andererseits aber die höchste Diskretion und Verschwiegenheit im persönlichen Gespräch Klient - Anwalt zum zentralen Thema erhebt.

Edle, warmtonige Holzvertäfelungen sind ausschließlich den Außenwänden der Anwaltsbüros vorbehalten und assoziieren mir ihrer archachischen Schrägneigung und Fugenteilung die Magie von Pyramiden als Orte der Verschwiegenheit und Verschlossenheit. Schwarzes Leder und schwarze Schieferböden verstärken diese Ausstrahlung im Rauminneren. 


 
Eine Pyramide der Vertraulichkeit
Die Handschrift Bügelmayers trät auch die Kanzlei der beiden Anwälte Herwig Mayrhofer und Karl-Heinz Plankel in Dornbirn. Es sollte - wollte man sich doch auf EU-Recht spezialisieren - eine Wirtschaftskanzlei sein, die sich weniger mit Kleinkram als mit großen Wirtschaftsaufträgen beschäftigt. Trotz Platznot war ein Besprechungsraum gefragt. Bügelmayer verfolgt ein Raum-im-Raum-Konzept. Die schrägen Holztrennwände im Großraum sind eine bauliche Anspielung auf ägyptische Pyramiden: "Die Architektur sollte hier Stütze sein, die Arbeit des Anwaltes zu puschen". Denken findet innerhalb der drei pyramidenförmigen Boxen statt, die als Orte höchster Vertraulichkeit schallgedichtet und mit schweren Türen versehen wurden. Und im Verwaltungsraum laufen die Drucker, Telefone und Damen heiß. Diese Dynamik soll dem Klienten das Gefühl vermitteln, dass sein Fall innerhalb der nächsten zehn Minuten bearbeitet wird. Bügelmayer: "Beim kleinen Notar, der überwiegend mit Beglaubigungen beschäftigt ist, hätte man mit der Temperatur runtergehen müssen."

Trend 10/95