ÖAMTC Zentrale Dornbirn (V)

Die Umbauarbeiten, erfassen die innere Raumaufteilung des Erdgeschosses und Obergeschosses sowie die Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes des zweigeschossigen Kopfbaues. Die baulichen Maßnahmen standen im Zusammenhang mit den - gegenüber der Errichtungszeit des Bestandsgebäudes - veränderten Kundenbetreuungs- und Marketingstrukturen des ÖAMTC-Vorarlberg.
Funktionalität, Erscheinungsbild - Mittel einer Architekturphilosophie, die sich bei diesem Projekt als Marketinginstrument verstand.

In einer visuell immer schreiender werdenden Welt von konkurrenzierenden Angeboten an Waren und Dienstleistungen wurde durch den Umbau ein Zeichen - eine visuelle Marke - geschaffen.

Nicht marktschreierisch und reißerisch, sondern prägnant und charakteristisch wird das Unternehmen ÖAMTC-Vorarlberg im Entwurf von Architekt Bügelmayer als fundierter kundenorientierter Dienstleistungsbetrieb den Mitgliedern und den Passanten präsentiert.

Die Erdgeschoßzone wurde zu einem Großraum umgewandelt, in den auch die Prüfboxen optisch einbezogen wurden. Transparenz und Offenheit nach außen hin und im Inneren waren das Thema. Alle Dienstleistungen und Angebote des Automobil- und Fahrradclubs sollen dem Kunden optisch ständig präsent sein; für den Betriebsablauf erforderliche Rückzugsbereiche für Mitarbeiter wurden im südöstlichen Eckbereich der Erdgeschoßzone in räumlich getrennter Ausführung geschaffen. Im Rahmen dieser Gesamtmaßnahmen wurde der bestehende Eingang im Nahbereich der verkehrsreichen Straße an die Nordseite des Gebäudes - und damit zum bestehenden Kundenparkplatz hin - umsituiert.

Das Obergeschoß des Gebäudes dient primär für zentrale Verwaltungstätigkeiten. In Entsprechung zu den Aufgabenbereichen der einzelnen Mitarbeiter blieb die Einzelraumstruktur grundsätzlich erhalten - es erfolgte lediglich eine teilweise Neueinteilung der Grundrißfläche. Der Wartebereich in der Mitte des ersten Obergeschosses wurde bislang kaum genutzt. Im Sinne eines innerbetrieblichen Flächengewinnes wurde dieser Gebäudebereich durch den Abbruch einer Trennwand in ein Einraumbüro für mehrere Mitarbeiter umgewandelt und durch diese Maßnahme auch die direkte Belichtung und Belüftung dieses Arbeitsbereiches geschaffen.

Das Gebäude ist in einen straßenseitig gelegenen Kopfbau mit angeschlossenem Flachbau (Prüfhallen) strukturiert. Diese Volumensgliederung wurde beibehalten. Der Kopfbau wurde in seinem äußeren Erscheinungsbild dahingehend abgeändert, daß das Obergeschoß mit einer rundumlaufenden horizontalen Metallrippenstruktur umgeben wurde.

Die Umhüllung des Obergeschosses in Form einer horizontalen Metallrippenstruktur, in die die Gebäudebeschriftung geschosshoch "verwoben" steht für mich in mehreren Zusammenhängen:

_Einprägsamer und fernwirksamer Ausdruck des Unternehmens nach außen hin - prägnantes Zeichen in der Stadt, landmark

_Ausdruck des Technik- und Sicherheitsbezuges des ÖAMTC und damit Schaffung einer nachvollziehbaren Funktionsaussage des Gebäudes.

_Architektur und Gebäudebeschriftung unter dem Gesichtspunkt einer Gesamtfassadenkonzeption - im Gegensatz zu der zumeist gepflogenen applikativen Vorgangsweise des nachträglichen Aufsetzens von Schrift- und Logoelementen auf ein in sich bereits geschlossenes Gebäude- und Architekturkonzept.