Umbau Haus Dornbirn Watzenegg (V)

Der Entwurf geht von folgenden Kriterien aus:

Eingangssituation
Die Liegenschaft wird aufgrund ihrer Abgelegenheit überwiegend mit dem Auto besucht werden. Somit ist es für mich logisch, dass von der Garage aus bzw. von den Autoabstellplätzen auf dem Privaten Vorplatz eine direkte funktionale und visuelle Anbindung an den Haupteingang erreicht werden soll. Die derzeitige Lösung, dass die Hauseigentümer die interne Garagenverbindungstüre als Haupteingangstüre benutzen erachte ich im Hinblick auf die Exklusivität des Standortes, sowie im Hinblick auf die weitläufigen Räume des folgenden Gebäudes für nicht angemessen.

Aus diesem Grund nehme ich die Garage aus dem Gebäude heraus und ersetze sie durch einen Neubau. Die Fläche der Garage wird zum überdachten Entree und führt vom Vorplatz (Gästeparkplätze, Garage) unmissverständlich in das Gebäude.

Das Herausnehmen der Garage ermöglicht überdies die Schaffung einer den heutigen Erfordernissen entsprechenden Garagengröße sowie die Anordnung eines Gartengeräteraumes in diesem "Wirtschaftsgebäude".

Äußeres Erscheinungsbild
Die endgültige Ausführung des bestehenden Gebäudes hat den ursprünglichen Entwurfsgedanken - Sockelzone / Wohngeschoss - nicht eingearbeitet. Die Absicht des Entwurfsarchitekten ist im Hinblick auf die einzelne Geschosse zugeordneten Gebäudefunktionen schlüssig gewesen und stellt auch für mich das Kriterium für die Gestaltung des äußeren Erscheinungsbildes da. Im Zuge der Herstellung einer Wärmedämmung beabsichtige ich mit zwei dynamischen Formen die sich von der - nunmehr komplettierten - Ostwest verlaufenden Erschließungsachse nach beiden Seiten hin "hinaushängen" das Wechselspiel von Sockelgeschoss und Wohngeschoss deutlich zu machen.

Halle
Der Entwurfsarchitekt beabsichtigte durch eine Überhöhung des bestehenden Stiegenhausturmes Licht von oben bis in das Sockelgeschoss hinunterfallen zu lassen; dies funktioniert nur teilweise. Um der Bedeutung der "Halle" gerecht zu werden führe ich einen Lichtausschnitt in der obersten Geschossdecke ein; darunterliegend - also in der Decke über der Halle - soll ein weiterer großer Deckenausschnitt angeordnet werden. Somit entsteht in der Halle ein galerieartiger Eindruck der durch das direkt von oben einfallende Licht einerseits verstärkt wird und andererseits die derzeit herrschenden und dumpfen Lichtverhältnisse beseitigt.